Studienprojekt WoEnMo

Alles bezahlbar oder was?

Ein Studienprojekt der Hochschule Harz und der Fachhochschule Erfurt. Fachrichtungen Verwaltungswissenschaften und Stadt- und Raumplanung

In Zusammenarbeit mit:

Was ist WoEnMo?

WoEnMo ist ein Forschungsprojekt im Verbund von Fachhochschule Erfurt und Hochschule Harz. Es wird durch das Forschungskollektiv Peripherie und Zentrum (FPZ) umgesetzt und von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. WoEnMo betrachtet Wohnen, Energie und Mobilität gemeinsam. Viele Debatten laufen getrennt, zum Beispiel zu bezahlbarem Wohnen, Energiearmut oder Mobilitätsarmut

Wir verbinden diese Themen!

Wir fragen nach realen Kosten am Wohnstandort. Wir fragen nach Wechselwirkungen. Wir fragen auch nach Folgen für Teilhabe und nach Strategien im Alltag.

Viele Haushalte haben hohe Alltagskosten. Dazu gehören Kosten für Wohnen, Energie und Mobilität. Diese drei Bereiche hängen oft direkt zusammen. Wer weiter weg wohnt, braucht öfter ein Auto. Wer in schlechter gedämmten Wohnungen lebt, zahlt mehr für Energie. Steigende Preise können die Belastung erhöhen. Das betrifft nicht alle gleich. Wohnstandortwahl, Verdrängung und soziale Segregation spielen dabei eine Rolle. Unser Forschungsprojekt untersucht diese Zusammenhänge. Ziel sind Handlungsempfehlungen für Wohnungs-, Energie-, Mobilitäts- und Sozialpolitik. Das Projekt heißt WoEnMo (Wohnen, Energie, Mobilität)

Unser Arbeitsprozess

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September - Oktober 2025

Anfang SeptemberStart der Literaturrecherche
Mitte OktoberErstes gemeinsames Treffen in Halberstadt
Ende OktoberDefinition von wichtigen Begriffen

November-Dezember 2025

Anfang NovemberAufstellung unserer Hypothesen
Mitte NovemberErstellung und Verdichtung der Fragen
DezemberFragen werden zuhause getestet und unser Zwischenstand präsentiert

Ab Januar 2026 - Der Pretest

2026

Der Arbeitsprozess zum anhören

Pretest

Pretest

Vorbereitung

Im Rahmen unseres Studienprojekts wurde ein Pretest für die geplante Befragung durchgeführt, um den Fragebogen inhaltlich und formal zu überprüfen. Die Teilnehmenden gaben dabei wertvolle Rückmeldungen, die dabei beitrugen, die Befragung noch verständlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten.   

Zeitlicher Rahmen – (19.01.2026-23.01.2026)

Der Pretest musste in der offiziellen Projektwoche unseres Studiengangs (Stadt-und Raumplanung, FH Erfurt) stattfinden.

In der Vorplanung haben wir uns dazu entschieden Die Umfrage in 2 Varianten anzubieten.

  1. Face-to-Face (Vor-Ort) mit uns gemeinsame wir die Umfrage durchgführt
  2. Online (mit QR-Code zugänglich)
Praxispartner für Unterstützung gesucht!

Die Woche zuvor wurden Praxispartner angefragt, die uns beim Pretest unterstützen (Räume und Kontakte zur Verfügung stellen). Dabei konnten wir folgende Räume gewinnen:

  • Haus 1 Altonaer Straße (FH Erfurt)
  • Quartiersmanagement Magdeburger Allee
  • Quartiersmanagement Weimar-West

somit konnten wir  3 Standorte gewinnen, wo  Interessierte die Umfrage mit uns gemeinsam durchführen konnten.

Erstellte Handzettel für die Briefkastenwürfe (Voder- und Rückseite)
Übersicht der Häuser mit Briefkastenwurf
Werbung und Bekanntmachung

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, haben wir Die Umfrage online und analog beworben. Unser Fachschaftrat hat uns bei der Online-Bewerbung intensiv unterstützt. Um die Menschen analog zu erreichen haben wir uns für Briefkastenwürfe entschieden, die wir in der Nähe der 3 Vor-Ort-Standorte verteilt haben.

Die Vor-Ort-Umfrage sollte so angenehm wie möglich für die Interessenten gestaltet werden (soweit das in unserem Rahmen möglich war). Dazu wurde entsprechende Verpfelgung für die 3 Standorte organisert.

 

Impressionen aus dem Pretest

Ergebnisse aus dem Pretest

Nach dem Pretest wurden die Ergebnisse ausgewertet. Wichtig für uns waren weniger die Ergebnisse duch die Beantwortung der Fragen, sondern viel mehr wie der Fragebogen funktioniert hat. Dazu hatten wir folgende Ziele/Fragen, die wir heruasfinden wollten:

Ziele/Fragen des Pretests:

Inhaltliche Ergebnisse

Bei den formalen Aspekten fiel auf, dass eine „Zurück“-Funktion im Fragebogen fehlte, wodurch es zum Zeitpunkt der Durchführung nicht möglich war, zuvor gegebene Antworten nachträglich zu korrigieren.

Das persönliche Vorlesen der Fragen wurde grundsätzlich positiv bewertet, da es die Bedienung erleichtert.

Teilnehmende merkten jedoch an, dass bei einigen Fragen eine eigene Antworteingabe unkomplizierter ist als das Anhören der Texte und Antwortmöglichkeiten, bspw. bei der Bewertung von aufgeführten Aussagen.

Zudem gab es vereinzelt Schwierigkeiten bei der Formulierung von Zustimmungsfragen. Manche Teilnehmende empfanden es als herausfordernd, sich bei komplizierten oder verneinten Sätzen eine klare Meinung zu bilden.   

Der Begriff „Baujahr war nicht für alle eindeutig einzuordnen. Teilweise wurde anstelle des konkreten Baujahrs der Begriff „Gründerzeithäufiger verwendet, der in diesem Zusammenhang gebräuchlicher erscheint.

Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Definition von „Nachbarschaft“ unklar sei und präziser erklärt werden sollte.

Auch der Unterschied zwischen persönlichen Bedürfnissen und Wünschen war teilweise schwer zu erkennen, weshalb eine klarere Formulierung helfen könnte. 

Zudem kam eine allgemeine Verständnisfrage vom Unterschied zwischen „rationalem Handeln“ und „Sparen“ auf. Dabei ergab sich die Frage, wie genau der Begriff des „Sparens“ abgegrenzt ist.  

Bei Fragen zu Eigentumsverhältnissen zeigte sich, dass die Realität vieler Teilnehmender komplexer ist als zuvor angenommen. Beispielsweise, wenn jemand zwar Eigentümer:in einer Immobilie ist, die Verwaltung des Hauses jedoch über eine Hausverwaltung organisiert ist.

Einige Rückmeldungen betrafen sehr konkrete Alltagssituationen. So wurde beispielweise genannt, dass Themen wie Schimmelbildung oft schon vor dem Einzug bestanden und aktuell durch eigene Maßnahmen verbessert werden.

Auch im Bereich Mobilität ergaben sich verschiedene Anmerkungen. Nachbarschaftliches Carsharing wurde als fehlende Option kritisiert, ebenso wie die bislang unzureichende Berücksichtigung von Regionalbahnen, Zugverkehr und Flugreisen.  

Auch finanzielle Angaben stellten teilweise eine Herausforderung dar. Detaillierte Kosten für Fahrzeuge (Sprit, Steuern oder Versicherungen) ließen sich nur schwer beziffern oder mussten separat monatlich berechnet bzw. eingeschätzt werden.

In diesem Zusammenhang gab es auch den Hinweis, dass eine Kostenangabe für Fahrräder oder Taxis in jährlichen statt monatlichen Schritten praktikabler wären.

Bei der Frage nach Einsparungen wurde vorgeschlagen, zwischen Urlaub und Erholung zu unterscheiden, da beide Aspekte unterschiedlich motiviert sind.  

Die Rückmeldungen zum Themenbereich Arbeit zeigten, dass berufliche Lebensläufe heute oft dynamisch sind.

Menschen arbeiten teilweise im Homeoffice, teilweise in anderen Regionen, was eine eindeutige Definition des Arbeitswegs erschwert.

Außerdem fehlen derzeit Auswahlmöglichkeiten für Studierende mit Nebenjobs oder Teilzeitstellen.

Bei Fragen zum Einkommen war unklar, ob es sich um Brutto- oder Nettowerte handelt.

Einige Personen konnten zudem keine genauen Wohnkosten angeben, da diese von anderen Haushaltsmitgliedern übernommen werden.

Zusätzlich sind Wohnkombinationen aufgetaucht, die bislang nicht bedacht wurden. Zu nennen ist  zum Beispiel das Zusammenleben in einer WG, welche häufig keinen gemeinsamen Haushalt darstellt. Fraglich ist an dieser Stelle wie hierbei mit den Fragen zu den Haushaltskosten umgegangen werden soll. 

Fazit

Insgesamt zeigen die Ergebnisse des Pretests, dass viele Themen des Fragebogens nah an der Lebensrealität der Befragten liegen, aber an einigen Stellen noch präziser und praxisnäher formuliert werden sollten. Die Rückmeldungen gaben wertvolle Hinweise, um die Befragung weiterzuentwickeln und für alle Teilnehmenden klar, verständlich und realitätsnah zu gestalten.   

Organisatorische Ergebnisse

Die zeitliche Vorbereitung des Pretests war von uns relativ knapp bemessen. Angefragte Praxispartner wie die KoWo (Kommunale Wohnungsgesellschaft) konnten wir, trotz Interesse an unserem Projekt nicht gewinnen. Dafür war die Vorlaufzeit (1-2 Wochen) zu kurz.

Mit mehr Zeit in der Vorbereitung wären vermutlich auch alle anderen Schritte sorgfätiger umsetzbar gewesen. Zum Beispiel die Verteilung der Handzettel (größerer Einzugsbereich), Werbemaßnahmen, Vor-Ort-Angebote und die Möglichkeit weiterer Anreize zur Teilnahme.

Unsere anfängliche Vermutung hat sich bestätigt. Ohne größere Anreize (wie zum Beispiel Gutscheine oder andere finanzielle/materielle Mittel) erklären sich sehr wenig Menschen bereit an einer Umfrage für 60-40 min teilzunehmen.

Es braucht von beiden Seite eine Annäherung. Zum einen sollte der Fragebogen kürzer werden und zum anderen stärkere Anreize geschaffen werden an der Umfrage teilzunehemen. 

Wir möchten diese Daten für unsere Erkenntnisse sammeln, umso mehr müssen wir die Zeit wertschätzen, die uns die Menschen freiwillig geben.

Im Zusammenhang mit mehr Zeit zur Vorbereitung hätten wir gern Praxispartner hinzugezogen.

Mit Unterstützung durch Praxispartner (Wohnungsunternehmen/Wohnungsgesellschaften/-genossenschaften u.v.m.) hätten mehr Menschen informiert und gegebenenfalls für die Umfrage gewonnen werden können.

Außerdem hätten wir auch passenderr Vor-Ort-Angebote umsetzen können, wie zum Beispiel direkt in einer größeren Wohnanlage, um den zeitlichen Aufwand der Menschen gering zu halten. Damit könnten einige Hürden beseitigt werden.

Es gab einiges Interesse solcher Praxispartner an unserem Projekt, welche für den Pretest zu kurzfristig angefragt wurden.

Wir für die Unterstützung dankbar, die wir insbesondere durch die Quartiersmanagements bekommen haben. Diese Zusammenarbeit ist als positiv einzuordnen.

Fazit

Insgesamt zeigen die organisatorischen Ergebnisse des Pretests, 

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